Als Nachtrag zu meinem Blogbeitrag vom 08.09.2009
Inschallah… so Gott will!
hat sich das Bundeszäpfli heute noch einen weiteren Brüller geleistet. Herr Merz hat es sich nicht nehmen lassen, am Rande der Uno-Vollversammlung in New York, dem Affenkönig welcher grad fertig damit war die Magna Charta zu zerreissen und den UN-Sicherheitsrat als "Terror-Rat" zu beschimpfen, nochmals tief in den Allerwertesten zu schlüpfen… und dies nicht etwa auf neutralem Gelände, nein, in der Libyschen Botschaft! Wäre es nicht so unappetitlich, man könnte es schon fast als eine Meisterleistung deuten in so kurzer Zeit in so viele überparfümierte Hinterteile zu kriechen.
In den darauf gegebenen Interviews mit der Tagesschau und anderen Medien, machte Herr Merz (er trägt ab sofort den Übernamen “Scherz”) weitere perfekte Pointen á la Emil…
Man habe ihn nicht warten lassen.
Oha… was für ein Erfolg! Wenn sich Herr Scherz darauf was einbildet, dann kennt er aber die Gepflogenheiten dieser Herren noch weniger, als bisher an zu nehmen war.
Normalerweise lässt man nämlich Verhandlungspartner, die etwas gelten, warten, vor allem, wenn man sich in der entsprechenden Botschaft aufhält. Dass Herr Scherz nicht warten musste, ist also als Affront auf zu nehmen und nicht als Kompliment.
Merz klärt Gaddafi auf
Dass die Freilassung der beiden Schweizer nun mal ein Bestandteil des abgeschlossenen Vertrages sei, wurde auf 20Minuten.ch als Aufklärung gewertet. Man fragt sich, was das Bundeszäpfli eigentlich in Libyen gemacht hat, wenn diese Message da nicht schon durchgekommen ist… Steuergelder verpulvern?
Wann die Geiseln frei kommen, konnte Merz nicht sagen.
Das konnte er bis dato nicht, auch wenn er es immer wieder probierte… und er wird es auch in Zukunft nicht können. Eine späte Einsicht!
…und als krönender Abschluss das Merzsche Zitat:
«Ich glaube, die libysche Seite hat verstanden»
Bundespräsident Hans-Rudolf Merz
Die Formulierung “Ich glaube…” zeigt, wie hilflos man sich hier macht und was die libysche Seite verstanden hat, das liess er ebenso offen.
Dass aber die beiden Geiseln ja gar nicht mehr in der schweizerischen Botschaft sind, das wurde nur so ganz nebenbei und ohne weitere Kommentare noch angefügt.
Die Begründung:
Libyen befürchte, die Schweiz könnte die Geiseln gewaltsam befreien.
Ich sage ja, Situationskomik bringt die Geschichte allemal mit sich… Forderte ich doch in meinem oben genannten Beitrag schon, dass wir endlich unsere Grenadiere entsenden. Gaddafi hat offensichtlich schiss vor unserer Teletubbie Arme! Aber mal ganz davon abgesehen, WIE kamen die Schweizer aus der Botschaft?! Entweder sie gingen von sich selber raus und verdienen die ganze Aufregung nicht, oder aber sie wurden von der Libyschen Armee abgeholt… auf Schweizer Hoheitsgebiet!
Es scheint, Gaddafi möchte die beiden Schweizer vor der Schweiz beschützen und das macht mich doch irgendwie stutzig… vielleicht ist ja der ganze Hokuspokus für nichts gut und die beiden Herren Vorzeigeschweizer möchten von sich aus noch ein wenig bleiben. Wir sollten ihrem Glück nicht im Wege stehen! Gäll, Herr Rashid Hamdani!
Die Lösung der nicht enden wollenden Peinlichkeiten ist so einfach wie praktisch, also ganz im Helvetischen Sinne. Packt den Herrn Schmerz und auch noch, damit es ihm nicht zu langweilig wird, gleich die Micheline Calmy-Rey in einen ausgemusterten Gotthard Bunker und schmeisst den Schlüssel weit weg. Somit hätte das Réduit wieder einen Sinn gefunden und wir hätten ein paar unfähige Bundesräte weniger, die wir mit unseren Steuergeldern stopfen müssen!
«Ich glaube, die libysche Seite hat verstanden» 






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